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Keine Angst vor Politikmarken!
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Spätestens seit dem erfolgreichen Wahlkampf der SPD im Jahre 1998 ist Markenbildung in der Politik ein viel debattiertes Phänomen in Wissenschaft und Praxis. Zumindest in der Marketingwissenschaft gilt es mittlerweile als unbestritten, dass es in der Politik zu einer Markenbildung kommen kann. Man unterscheidet hier zwischen zwei Politikmarken: der Parteienmarke und der Politikermarke. Anders in der Praxis: sowohl Politiker als auch Politikmanager und Politikberater sind nach wie vor bestrebt, politische Kommunikation von dem aus ihrer Sicht negativen Image kommerzieller Werbe- und Markenstrategien zu distanzieren. Politik- und Politikermarken sind weiterhin ein Tabu. Die Autorin untersucht in dem Buch die Entwicklung der Markenbildung in der Politik am Beispiel der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. |
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Anhand ihrer Reichs- und Bundestagswahlplakate wird analysiert, ob und inwieweit es seit 1893 in der Parteienkommunikation zu einer Markenbildung aufseiten der SPD gekommen ist. Zunächst werden als Grundlage die für die Arbeit relevanten Begriffe Marke, Politik, politische Partei, Politiker, Wahlen, Wahlkampf, Wahlwerbung und Wahlplakat kurz definiert. Anschließend wird in der Zusammenfassung von vier systemtheoretischen Ansätzen die generelle kommunikationstheoretische Grundlage für die Untersuchung erarbeitet. Aus der systemtheoretischen Erkenntnis, dass sich die Systeme Wirtschaft und Politik wechselseitig beeinflussen können, werden vier forschungsleitende und im Anschluss an die Inhaltsanalyse zu bearbeitende Thesen entwickelt. Für die eigentliche Untersuchung selbst greift die Autorin auf das Wahlplakat als besonderes Kommunikationsmedium politischer Parteien zurück, ordnet die vorliegenden 286 Wahlplakate den 30 in diesem Zeitraum stattfindenden Reichs- und Bundestagswahlkämpfen zu und untersucht diese auf die vorab festgelegten Markenkriterien hin. Auf die Zusammenfassung der Ergebnisse der Inhaltsanalyse folgt die Diskussion der aus den systemtheoretischen Erkenntnissen abgeleiteten Thesen. |
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Grünewald, Nicole Marianne: Keine Angst vor Politikmarken! Evolution und Enttabuisierung eines gesellschaftlichen Phänomens. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2009 (Kommunikation in Politik und Wirtschaft, Bd. 1) ISBN 978-3-8329-4205-2
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